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Wir hatten weder Geld, noch Traktoren, noch Sämaschinen, so erinnert sich Herr István Molnár auf die Anfänge. Der Name des geschäftsführenden Direktors der Agrár-Béta Kft. klingt in der Agrarwelt nicht unbekannt. Nachdem im Jahre 2000 bei der damaligen Genossenschaft Alkotmány in Dombóvár ein Liquidationsverfahren eingeleitet wurde, gründete er mit seinen Partnern im Januar 2001 die heutige Firma mit 35 Mitarbeitern auf 970 Hektar Fläche. Diese Firma entwickelte sich bis heute zum bedeutendsten Landwirtschaftsunternehmen in unserem Raum. „Im ersten Jahr konnten wir aus dem Vermögen der Genossenschaft bei Versteigerungenden jetzigen Firmensitz, ein Lkw IFA, zwei Traktoren MTZ und einige kleinere Arbeitsmittel erwerben – sagt Herr Molnár. Wir haben mit monatlicher Geschäfts- und Finanzplanung gearbeitet, da wir jedem Forint abwägen mussten, wofür as ausgegeben wird.“ Der Anfang vom Null ermöglichte aber anderseits, das ein Unternehmen nach einem geplanten Konzept aufgebaut wird. Für die Errichtung einer soliden Basis haben wir vier Jahre benötigt. Inzwischen wurde die Agrár-Béta Kft. zur Ausbildungsstelle der Agraruniversität in Gödöllő. Die Jahre 2004 bis 2006 brachten die Erweiterung der Landwirtschaftsflächen mit sich, durch Erwerb und durch Pachtverträge erfolgte eine Erweiterung auf 2200 Hektar. Das stellte aber die Geschäftsleitung gleich vor neue Aufgaben, es mussten immer größere Landflächen finanziert werden. Die Finanzlage hat damals noch nicht ermöglicht, dass die Firma neue Entwicklungsrichtungen einschlagen kann, aber die mehrjährige Arbeit hat die zukünftigen Investitionen begründet.

„Schon in der ursprünglichen Planung war ein Orchideen-Gewächshaus vorgesehen, um die im Biogaswerk entstehende Abwärme zu nutzen. Bei der Herstellung von 1,6 MW Elektroenergie entsteht eine Abwärme von 1,9 MW. Davon wird auch jetzt eine kleinere Menge in unserem Bioethanolwerk genutzt, wodurch die Verwendung vom Holzhackschnitzel verringert wird, aber wir haben noch bedeutende, jetzt nicht ausgenutzte Reserven“ – so berichtet Herr István Molnár über seine Pläne. Orchideen haben die Wärme gern und sind außerdem auf dem Markt sehr gefragt, so wird bis August oder September 2017 ein Gewächshaus von 1500 Quadratmetern errichtet.“Das zählt jetzt noch nicht zu den Großen, aber zum Erwerben von Kenntnissen reicht gerade aus und wir können hier auch Arbeitsplätze für einige Familien sicherstellen.“ Daneben haben wir auch mit der Errichtung einer Solaranlage mit einer Leistung von 1 MW auf dem Firmengelände der Agrár-Béta begonnen. Die Anlage geht voraussichtlich im April 2017 in Betrieb. Die Investitionskosten sind in den letzten Jahren bedeutend niedriger geworden, die Preise der Solarzellen sanken stark, aber die Umschlagszeit liegt immer noch über 10 Jahren. Nach Herrn Molnár ist aber eine Solaranlage dennoch eine gute Investition, die Betriebszeit beträgt dabei 25 Jahre.

Mannschaft DBD Orchidea